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Für die Vergabe von Projekten gibt es grundsätzlich mehrere Varianten:

  • freihändige (Direkt-)Vergabe nach Anbotslegung durch einen oder mehrere zur Anbotslegung aufgeforderte Anbieter
  • Ausschreibung nach dem Bundesvergabegesetz (BVergG, je nach Gegenstand offene oder nicht offene Verfahren bzw. Wettbewerbe, Verhandlungsverfahren und Direktvergabe mit und ohne vorherige Bekanntmachung)

Im Bereich der öffentlichen Hand ist grundsätzlich für alle Beschaffungen das BVergG anzuwenden, unabhängig vom geschätzten Auftragswert. Auch wenn öffentliche Förderungen in Anspruch genommen werden sollen, ist in der Regel die Vergabe nach BVergG erforderlich. Die gesetzlich festgelegten Schwellenwerte sehen unterschiedliche Vergabeverfahren für den Unter- und den Oberschwellenbereich vor. Für die Einordnung des jeweiligen Projektes in den Ober- oder Unterschwellenbereich muss eine nachvollziehbare Schätzung des Auftragswertes über die gesamte Vertragsdauer (vergleichbare Ausschreibungen, Erfahrungswerte) vorgenommen werden.

Für private Auftraggeber sind Ausschreibungen vor allem bei kleineren Projekten oft zeit-, personal- und kostenintensiv. Es ist trotzdem ratsam, mindestens drei Anbieter zur Anbotslegung einzuladen. Das fördert den Preis- und Ideenwettbewerb zwischen den Contractoren zum Vorteil des Auftraggebers.

Bei der Ausschreibung sollte

  • eine dem Projekt angepasste Leistungsbeschreibung (konstruktiov oder funktional) erfolgen, das
  • Vertragskonzept vorgegeben und
  • Bewertungskriterien festgelegt

werden. Damit werden die einlangenden Anbote fĂĽr Sie vergleichbar.
Die Ausschreibungsunterlagen sollten daher zumindest folgende Angaben beinhalten:

  • Gegenstand und Zielsetzung des Projektes
  • Ermittlung der VergĂĽtung
  • Rahmenbedingungen
  • Zeitlicher Ablauf
  • gebäude- bzw. anlagenbezogene Daten
  • Bewertungskriterien
  • Vertragskonzept

©2005 by ögut, design by aart, letzte Änderung: 16.11.2016